Harthouse
1992 in Frankfurt von Heinz Roth, Matthias Hoffmann und Sven Väth gegründet, prägte das Label früh einen Sound, den die Selbstbeschreibung als härteren, tanzbaren Trance umreißt – damals als Gegenentwurf zur Berliner Techno-Szene der späten Achtziger vermarktet und unter dem Begriff „Sound of Frankfurt“ bekannt geworden. Vertrieben wurde das Label über WEA Musik GmbH und Eye Q Musikproduktion GmbH.
1997 verließen Sven Väth und Matthias Hoffmann das Label, das daraufhin nach Berlin zog und im selben Jahr Insolvenz anmelden musste. Ein britisches Büro setzte den Betrieb noch eine Zeit lang fort. 1998 sicherte sich UCMG Germany Lizenzen und Markenrechte; Oliver Bondzio von Hardfloor übernahm das A&R. Nach der Insolvenz von UCMG Germany 2003 ruhte das Label erneut, bis Daredo Music 2004 die Rechte übernahm und unter dem Namen Harthouse Mannheim weiterführte. Seit November 2017 gehört das Label unter dem Namen Harthouse zu UCM.One, mit Thorsten Kriebus als aktivem A&R und Berlin als neuem Sitz.
Zu den Künstlern, die auf Harthouse veröffentlichten, zählen Hardfloor, Cybordelics, Der Dritte Raum und Resistance D sowie nach der Jahrtausendwende unter anderem Zoo Brazil, Gui Boratto, Joey Beltram, Joel Mull, Jesper Dahlbäck und Alexi Delano. Zum Katalog gehört auch Boris Brejcha aus Ludwigshafen, der seit 2006 auf dem Label veröffentlicht. In der Berliner Phase kamen zudem Frank De Wulf, CJ Bolland, Tom Wax, Ken Ishii sowie Smilla, sikØra und DJ Lion hinzu. Sublabels sind Harthouse America, Harthouse Digital und HH10.
(KI)
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Boris Brejcha
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