Die Sprecherin steht nackt da – weil ihre Kleider zu klein sind, weil die Natur es so will, weil die Mutter sie so gemacht hat. Der Nachbar schaut vom Fenster, aber das ist ihr egal. Der Text ist frech und entspannt, ohne jede Scham. Das einzige, was sie stört: Sie hat nichts anzuziehen. Also fordert sie ein neues Kleid. Nacktheit als Normalzustand, nicht als Provokation – und trotzdem mit einem Augenzwinkern, das den voyeuristischen Nachbar ganz beiläufig zur Nebensache macht.
(KI)